Alle Beiträge von Judith Arlt

Kommende Veranstaltungen

Aufgrund der Corona-Krise sind bis auf weiteres alle Lesungen abgesagt.

Die für den 7. Mai geplante, auf den 29. Oktober verschobene Präsentation der „Hooger Nüsse“ mit Musik von Boris Guckelsberger im Ohlsenhaus in Stapel wird aufgrund der aktuellen Entwicklungen ins Jahr 2021 verschoben. Das genaue Datum wird noch bekannt gegeben.

LEIDER ABGESAGT: 1. November, 16 Uhr Text & Tango im KBH Marne. Judith Arlt liest aus „friedas gangarten“ und Boris Guckelsberger spielt Tangokompositionen von Astor Piazzolla und Roland Dyens.

LEIDER ABGESAGT: 11. und 12. September Lesungen aus „friedas gangarten“ im Schuhcafé Caspar in Huttwil / Schweiz

friedas gangarten – 7. März, 20 Uhr in Meldorf

Am Stehpult Judith Arlt

An der Gitarre Boris Guckelsberger

Muerte del ángel
Tristango
Tango en skai
Adios nonino

TEXT
111 Jahre lang haben die Fölmlis im Napfbergland Schuhe repariert.

111 Jahre, nachdem ihr Großvater seine eigene Schuhmacherwerkstatt in Menznau eröffnet hat, legt Frieda Fölmli die Leisten für immer weg.

111 Seiten mit je 111 Wörtern braucht Judith Arlt in „friedas gangarten“  um die letzten Tage der Fölmlis als Schuhmacher literarisch zu begleiten und unseren Schuhkonsum kritisch zu beleuchten.

Facettenreich – Ungewöhnlich – Schuhaffin

TANGO
Die Tangokompositionen des Argentiniers Astor Piazzolla oder des Franzosen Roland Dyens sind von melancholischer Tiefe und Schönheit. Boris Guckelsberger hebt in seinen brillanten Interpretationen das tänzerische Element dieser Musik hervor, führt uns mit punktgenauen Synkopen und wilden Staccati auf ein imaginiertes Holzparkett. Immer wieder blitzen in den schroffen Akkorden glänzende Lackschuhe mit ihren spitzen Absätze auf.

Boris Guckelsberger eröffnet die Veranstaltung mit dem „Tod des Engels“ (Muerte del ángel) und schließt sie mit dem Gruß an den toten Vater (Adiós Nonino).

Nuanciert – Wehmütig – Rhythmusaffin

AM Samstag, 7. März 2020

UM 20 Uhr

IM Traumausstatter, Süderstr. 9, Meldorf

MIT special guest: die Schweizer Schuhmacherin i.R. Frieda Fölmli

VOR Beginn und IN der Pause: MultimediaMiniShow aus dem Napfbergland

Eine Veranstaltung des Peter Panter Buchladens
Karten beim Peter Panter Buchladen, Zingelstr. 12, 25704 Meldorf, Tel. 04832 4104

im Vorverkauf 9 € / erm 4 €

an der Abendkasse 10 € / erm 5 €

DLZ vom 9.3.2020

friedas gangarten – 29.2. in Menznau

Premierenlesung am Samstag, 29. Februar 2020 in den Arbeits- und Geschäftsräumen von gangart in Menznau / Schweiz.

Ab 11 Uhr bis 15 Uhr lese ich zu jeder vollen Stunde 11 Seiten aus dem Buch

17 Uhr: Ansprachen, Danksagungen, lange Lesung, unterbrochen von Jürg am Sax.

18 Uhr: Toast auf das Ende der Geschäftstätigkeit der Fölmlischuhmacher in Menznau. Feiern. Reden. Essen. Trinken. Weinen. Lachen …

Save the date!

„Hooger Nüsse“ – Lesung mit Musik

Judith Arlt präsentiert ihr neues Buch: „Hooger Nüsse“ und Boris Guckelsberger spielt auf der Gitarre spanische und orientalische Klänge.

Termine 2019:

30. März, 20 Uhr: Premiere im TRaumausstatter, Süderstr. 9, 25704 Meldorf

10. Mai, 20 Uhr: Museum Landschaft Eiderstedt, Olsdorfer Straße 6, 25826 St. Peter-Ording, Telefon: 04863-1226

2. Juni, 16 Uhr: Kultur- und Bürgerhaus Marne, Schillerstr. 11, 25709 Marne, Telefon: 04851-95 96 97 10

8. September, 17 Uhr: Ehemalige Synagoge Friedrichstadt, Am Binnenhafen 17, 25840 Friedrichstadt, Tel. 04881-15 11

7. November, 19 Uhr: Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum, Dithmarscher Str. 6 a, 25832 Tönning, Tel. 04861-9620-0

Termine 2020:

7. Mai, 19:30 Uhr: Ohlsenhaus in Stapel – verschoben auf den 29. Oktober 19:30 Uhr

30. März 2019 – 20:00 Uhr

Judith Arlt präsentiert ihr neues Buch: „Hooger Nüsse“ (Achter Verlag 2019) – Boris Guckelsberger umspielt auf der Gitarre mit feurigen spanischen und orientalischen Klängen.

Eine Veranstaltung des Peter Panter Buchladens und des Achter Verlags

Traumausstatter, Süderstr. 9, 25704 Meldorf

Eintritt: 10 € / erm 5 €, im Vorverkauf 9 € / 4 €

22. März 2019 – 19 Uhr

Hooger Nüsse – Lesung mit Musik

Judith Arlt liest aus ihren neuen Buch „Hooger Nüsse“ – Sebastian Schwarze-Wunderlich improvisiert dazu am Flügel. Eine Veranstaltung im Rahmen der Leipziger Buchmesse – Leipzig liest und des Achter Verlags.

Gohliser Schlösschen, Menckestraße 23, 04155 Leipzig

Eintritt frei!

happy after work – Foto: Achter Verlag

Lüüd – die Unbezahlbare

Lüüd – das Magazin für Szene und Kultur in Dithmarschen erscheint nicht mehr!

Meine Beiträge bis 2018:

Interview mit Judith Arlt von Heiner Egge: 4 Jahreszeiten auf der Hallig lüüd_okt16_S.12-13

ausgezeichnet lyrik – liryka extra

Das Goethe-Institut, die Wisława-Szymborska-Stiftung und die Literaturwerkstatt Berlin laden ein zu einer Begegnung mit deutschen und polnischen Gedichten. Nehmen wir uns also einen Moment Zeit für neue Sichtweisen, für Assoziationen und Wortspiele, Ironie und Distanz. Die Lyrikerinnen und Lyriker stellen hier nicht nur ihre Werke vor, sondern reden über ihre Arbeitsweise, über ihre Inspirationen und ihre Rezepte für ein gutes Gedicht. Begleitet werden die Texte von künstlerischen Animationen. Die Übertragungen in die jeweils andere Sprache besorgten namhafte Übersetzer.

Fragen für die Interviews: Judith Arlt

deutsch: ausgezeichnet lyrik – polnisch: poezja extra

3. November 2017 – 20 Uhr

Foto: Ricarda Alexander- Egge

Die Halligschreiberin liest in Meldorf aus „Handschlag der Tide“ und „Hooger Nüsse“

Ort: „Traumausstatter“,  Süderstr. 9, Meldorf

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, im Vorverkauf 7 bzw. 3,50 Euro

Vorverkauf ab sofort: 04832 – 4104

Veranstalter: Peter Panter Buchladen und Unternehmen Leselust – Förderverein der Stadtbücherei Meldorf e.V.

„Der Handschlag der Tide regelt das Leben der Frau im Watt. Auf Was­ser kann sie sich verlassen. Der Tidenstrom pendelt wie eine Stockuhr durch ihre Pfahlbauhütte. Unverwüstlich. Höflich mit Handkuss. Stur im Auf und Ab. Der Sonnenaufgang hingegen ist launisch und Seenebel sind hinterlistig.

Oonagh hört den Stillstand der Gezeit und presst Faschinen zwischen die brusthohen Pfähle. Sie befestigt sie mit Spanndraht. Die Alltagswellen beruhigen sich an den Lahnungen und verrennen sich nicht in die Hallig­kante. Das Springhochwasser ist ein Durchzügler wie der Steinwälzer. Sobald die Flut gesättigt ist, löst die Ebbe sie ab. Anders der Mond. Die Halligfrau wacht über störungsanfällige Koloniebrüter. Bei Seichtwasser­tide seihen die Löffler das flache Wasser mit pendelnden Kopfbewe­gungen. Oft verschwindet das Licht unvermutet aus dem Tag. Nie aber fehlt der Scheitelpegel, oder zu Ostern die gefräßigen Ringelgänse. Auch Goldregenpfeifer und Grünschenkel erscheinen pünktlich zum Appell auf der Salzwiese.“ (© Judith Arlt 2017 – Auszug aus „Handschlag der Tide)

„Es folgen viele Montage, die ich mit Nussschalen auf Ockelütz verbringe. Das Schulhaus steht in der Mitte der Hallig, auf der Warft, auf der kein Kind wohnt. Bei Landunter bleiben alle zu Hause. Am Monatsersten bringt Tief Quasim eine afghanische Familie nach Hooge. Die Anzahl der Schulkinder schnellt mitten im Schuljahr in die Höhe. Die Flut hat sich zurückgezogen, nun fällt Regen vom Himmel. Die Nacht bricht ein, ehe die Gäste gewahr werden, wohin sie geraten sind. Die zweitälteste Tochter heißt Modschabi. Am Montagvormittag lernen wir zusammen zählen und rechnen. Dazu schieben wir Nussschalen auf dem Pult hin und her.“ (© Judith Arlt 2017 – „Hooger Nuss“ Nr. 15)