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16. Juli 2015 – 19 Uhr

SchuhleineKrischanAnton bleibt in Meldorf – „Unter diesen Schuhen musst Du einmal aus den Fölmlis lesen!“ – dieser Gedanke begleitet mich schon seit einiger Zeit. Er ist natürlich beeinflusst von Tells blutrünstigem Monolog in Schillers gleichnamigen Drama („Wilhelm Tell“): „durch diese hohle Gasse muss er kommen …“.  Schillers „Tell“ ist frei erfunden und hat gar nichts zu tun mit der Schweizer Geschichte – meine „Fölmlis“ aber gibt es leibhaftig, auch wenn ich sie zu Romanfiguren gemacht habe. Die „Fölmlis“ waren und sind Schuhmacher in Menznau, einem Dorf im Luzerner Hinterland, das verblüffende Ähnlichkeiten mit der Stadt Meldorf am Wattenmeer hat!

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unter Schuhen über Schuhe lesen
Wer mehr wissen will, ist herzlich eingeladen zur outdoor-Lesung an der Meldorfer Süderstrasse, unter den hängenden, fliegenden, immer sauberen und gut gelüfteten Schuhen vor dem SchuhHaus Carstensen – bei schlechtem Wetter wird die Lesung in den Schuhladen verlegt. Wein & Spiele sponsert den Wein, der Eintritt ist frei, Bücher und Meldorf Flip-Flops können aber gerne käuflich erworben werden!
Donnerstag, 16. Juli, 19 Uhr
Lesung von Judith Arlt: Die Fölmlis – eine Schuhmacherfamilie
Einführung mit einem kurzen Exkurs in die Geschichte des Meldorfer SchuhHauses von Claudia Carstensen-Decker 
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31. Mai 2015 – 14:30 Uhr

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Judith Arlt:
„Die Fölmlis.
Eine Schuhmacherfamilie“
Oberengstringen 2009. Verlag Claudia Wartmann Natürlich
349 Seiten mit s/w Illustrationen
ISBN: 978-3-9523218-3-6
Preis: Fr. 31,80, € 19,80

Nun kommt Anton endlich auch nach Meldorf – Judith Arlt liest aus ihrem Schuhmacherroman während der „Tage des Zukunftshauses Westküste“:

Auf der Empore des Landwirtschaftsmuseum, Jungfernstieg 4, Meldorf

Dauer: ca. eine halbe Stunde Lesung, anschließend offenes Gespräch mit der Autorin
Eintritt frei

Mit Büchertisch und einem Stand mit Lederprodukten aus der Ledermanufaktur der Stiftung Mensch

Der Roman „Die Fölmlis“ stellt einhundert Jahre und drei Generationen von Schuhmachern in Menznau, einem kleinen Dorf in der Innerschweiz vor.
Es werden daraus zwei Fragmente vorgetragen. Zum einen der Anfang dieser kleinen Erfolgsgeschichte, der erste Tag der Schuhmacherlehre eines armen Bauernjungen im Jahr 1900: „Brauchst keine Angst zu haben, dröhnte Bühlmann, mit den Zangen werden nur Schäfte aufgezwickt. Wir Schuhmacher brauchen neben normalen Beisszangen auch Zwick-, Falz- und Klemmzangen, wir müssen nachzwicken oder einzwicken, Vorfussteile, Oberleder oder Futterleder. Auch die Wörter würden ihm bald geläufig werden, versicherte er. Dann hängte er Anton eine neue blaue Schuhmacherschürze um den Hals“ (Die Fölmlis S. 64)

HandwerkZum anderen die Umwege, auf welchen die erste Schuhmacherin der Schweiz, Antons Enkelin Frieda zu ihrem Beruf kam: „Im Frühjahr 1979 flog Frieda nach Rio de Janeiro. Im Gepäck ein Baumwollsäckchen mit einem gesegneten Agathabrot. Gegen das Heimweh, sagte Mutterfrieda, umarmte ihre erste Tochter und liess sie ziehen. In der Schweiz hatte sie sieben Jahre lang vergeblich, wie sie behauptet, einen Weg gesucht, der sie zum Ziel führte. Stolpersteine, Schlaglöcher oder andere Unebenheiten hätte sie gern in Kauf genommen. Wenn sie bloss gesehen hätte, wo sie hinwollte. Also machte sie einen weiteren Umweg, den grössten und letzten ihres Lebens, wie sie dachte. Sie kaufte ein Open-return-Ticket und flog über den Atlantik.“ (Die Fölmlis S. 243) 31mai15_1

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Fotos: Ingrid Hemke

28. April 2015 – 19:30 Uhr

Judith Arlt stellt ihren neuen Roman „Die Welt war schneller als die Worte“ im Dichtermuseum Liestal vor.

Das Dichtermuseum basiert auf dem Nachlass des deutschen Freiheitsdichters der Revolution von 1848 Georg Herwegh und seiner Frau Emma, geborene Siegmund. Herwegh erlangte 1843 durch einen Feuereimer das Baselbieter Bürgerrecht und wollte in Liestal begraben werden. Seine Grabinschrift lautet:

HerweghGrab

„Hier ruht, wie er’s gewollt, in seiner Heimat freien Erde
Georg Herwegh 31. Mai 1817 – 7. April 1875
Von den Mächtigen verfolgt,
Von den Knechten gehaßt,
Von den meisten verkannt,
Von den Seinen geliebt.“

Judith Arlt wurde in Liestal geboren und lief als Kind auf dem Schulweg jeden Tag am Herwegh-Denkmal vorbei.
Im Dichtermuseum befindet sich außerdem eine umfangreiche Sammlung an Schriftstücken des in Liestal geborenen Schweizer Nobelpreisträgers von 1919, Carl Spitteler sowie seines Kollegen Joseph Viktor Widmann.
Im Lauf des 20. Jahrhunderts wurde die Museums-Sammlung kontinuierlich durch Nachlässe und Objekte aus dem Besitz weiterer Autoren ergänzt, deren Biografien eine Verbindung zu Liestal und der Region aufweisen.

www.dichtermuseum.ch

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Abschied von Tadeusz Konwicki (1926 – 2015)

15. Januar, 12:00 Uhr Begräbnisfeier auf dem Friedhof Powązki Wojskowe in Warschau, Beisetzung im Familiengrab

W dniu 7 stycznia 2015 roku
zmarł nasz ukochany Tata, Dziadek i Pradziadek


Tadeusz Konwicki

pisarz, reżyser

Msza święta żałobna zostanie odprawiona

dnia 15 stycznia 2015 roku o godzinie 12.00

w Domu Pogrzebowym na Powązkach Wojskowych w Warszawie,

po której nastąpi odprowadzenie do grobu rodzinnego.


O czym zawiadamia pogrążona w smutku

córka z rodziną

28. November 2014 – Festakt 40 Jahre ch Reihe

Schweizerische Nationalbibliothek, Hallwylstr. 15, 3003 Bern

15:00 – 17:00 Seminar mit Podiumsdiskussion zum Thema Lyrik-Anthologien

17:30 – 18:00 Vernissage und Führung durch die Ausstellung 40 Jahre ch Reihe

18:30 – 22:00 Festakt

Begrüssung: Benedikt Würth, Regierungsrat und Präsident ch Stiftung

Einführung: Roman Bucheli, Präsident der Herausgeberkommission ch Reihe

„Bern ist überall“ – Spoken Word Performance

„Totenmügerli“ von Franz Hohler in vier Sprachen. Szenische Aufführung

Apéritif dînatoire

8. und 9. November 2014 – Buchmesse Schwetzingen

Am 8. und 9. November findet im Südzirkel von Schloss Schwetzingen zum ersten Mal eine Buchmesse statt. 20 Verlage, darunter der Achter-Verlag, und eine Buchbinderei sind beteiligt.

bibliothekmSamstag, 8. November, 14:30 Uhr – 15:00 Uhr:

Wolfgang Orians stellt den ersten Band aus der Reihe „Bibliothek der unbekannten Länder“ vor: Republik Moldau.

 

 

Die Welt war schneller als die WorteSonntag, 9. November, 12:45 Uhr – 13:15 Uhr: 

Judith Arlt liest aus ihrem preisgekrönten Roman Die Welt war schneller als die Worte

 

 

Die Lesungen finden im Mozartsaal statt.

Das genaue Programm gibt es hier

22. Oktober 2014 – 19:00 Uhr

Die Welt war schneller als die WorteDie Abschlusslesung  der Herbst-Lesereise von Judith Arlt mit dem neuen Roman „Die Welt war schneller als die Worte“ findet unter den Dächern der alten Papiermühle im St. Alban-Tal in Basel statt:  im Atelier Editions Fanal, in der aktuellen Ausstellung von John Carter In Espace .

Präsentiert wird der schweißtreibende Aufstieg Carolinas auf den größten schlafenden Vulkan der Erde, den Haleakala auf der Insel Maui – sowie die Annäherung der polnischen Emigrantin aus Paris an die Stadt Basel:

Dann erteilt sie mir den Auftrag, vor dem Sektempfang rheinabwärts zu schwimmen. Von der Wettsteinbrücke bis zur Dreirosenbrücke. Am linken Ufer befänden sich sichere Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten. Ich müsse mich von der Strömung durch das ganze Rheinknie treiben lassen. Mit allen Fasern des Körpers. Untertauchen. Dies sei ein Ritual. Damit würde ich ankommen im mittelalterlichen Panorama. Wie früher die Hexen.

Fanal_8Danielle Harder von Fanal wird kurz etwas zu dem Haus und der Ausstellung sagen.

Nach der Lesung gibt es einen kleinen Umtrunk.

Der Eintritt ist frei.

Herzlich laden ein: Judith Arlt, Gabrielle Fehse und Danielle Harder.
Atelier – Edition FANAL, St. Alban-Tal 39, 4052 Basel
Krönender Abschluss:Fanal_17
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20. Oktober 2014 – 20:15 Uhr

Judith Arlt stellt ihren neuen Roman „Die Welt war schneller als die Worte“ an einem weiteren symbolträchtigen Ort vor: im Schulhaus in Oschwand.

Oschwand_2Vorgetragen wird die Textstelle, die beschreibt wie Carolina (die Figur, welche der authentischen Lina Bögli nachgebildet wurde) im Februar 1892 in Krakau den polnischen Offizier Julian Bijak kennen lernt – sowie die zentrale Stelle, eine Traumsequenz, die beide Handlungsebenen, die historische der Carolina und die moderne der Irena verbindet.

Die Veranstaltung wird organisiert von der Gemeinnützigen Berggesellschaft Wäckerschwend (GBGW), vor der Lina Bögli selbst auch Vorträge gehalten hatte.

Im Schulhaus von Oschwand besuchte Lina Bögli (1858-1941) nur wenige Jahre den Unterricht, da sie nach dem Tod der Mutter, mit nur 12 Jahren, aus der  Schule genommen und als Kindermädchen zu einer Bauernfamilie in den Jura geschickt wurde.

Auf Lina Böglis Wunsch wurde nach ihrem Tod der Sarg in der Schulstube aufgebahrt. Den Grabstein hatte sie selbst entworfen, und das Leichenmahl im Wirtshaus gegenüber dem Schulhaus im voraus bezahlt. Ihr Grab existiert heute nicht mehr, aber der Grabstein hat seinen Ehrenplatz im Schulhausgarten gefunden.