Was kostet Sie das Schiedsverfahren?

Zur Erläuterung der entstehenden Kosten hier ein typisches Beispiel:
Bevor ein formeller Antrag für ein Schlichtungsverfahren gestellt werden kann, muss der Antragsteller den Kostenvorschuss von 60 Euro an die Schiedsfrau / den Schiedsmann überweisen.  Erst dann kann das Verfahren beginnen.
Die Gebühr für das Schiedsverfahren beträgt 20 Euro. An Barauslagen (Porto, Schreibauslagen etc.) entstanden 6 Euro. Da eine gütliche Einigung erzielt wurde, wird zusätzlich eine Vergleichsgebühr von 20 Euro fällig. Die Gesamtkosten betragen demnach 46 Euro.
Im Vergleich haben sich die Parteien darauf geeinigt, die Kosten jeweils zur Hälfte zu tragen. Demnach zahlt der Antragsgegner an den Antragsteller 23 Euro. Den nicht verbrauchten Teil des Kostenvorschusses (60 Euro – 46 Euro = 14 Euro) zahlt die Schiedsfrau / der Schiedsmann an den Antragsteller zurück.
Der Aufwand beträgt also in diesem Beispiel für beide Parteien je 23 Euro. Vergleichen Sie diesen Betrag einmal mit den Gesamtkosten für einen Streit vor Gericht, der vermutlich auch mit einem Vergleich, also mit dem gleichen Ergebnis geendet hätte!

 

 

 

Schriftstellerin | Übersetzerin | deutsch und polnisch